PWG stellt Kandidaten und Programm vor
Vor ca. 100 Teilnehmern aus der Alzenauer Bürgerschaft fanden Kandidaten und Programminhalte der PWG für die Stadtratswahl viel Interesse und eine hervorragende Resonanz. Im sehr gut besetzten Domidion Saal der Alten Post stellten sich zahlreiche Kandidaten der FW/PWG-Liste persönlich vor und standen Rede und Antwort zu Sorgen und Fragen der Bürger.
Angeführt vom Fraktionsvorsitzenden Ralph Ritter und moderiert von Michael Pack stellten die Kandidaten Claus Bergmann (Wirtschaft), Nicolas Berghäuser (Verwaltungseffizienz), Rebecca Bernhard (Familie und Kultur) sowie Bernhard Väth (Finanzen) wesentliche Eckpunkte der PWG-Programmatik und Ansatzpunkte zu einer langfristig ausgerichteten Stadtpolitik vor.
Im Mittelpunkt muss dabei die Balance zwischen attraktivem Lebensumfeld und öffentlichen Leistungen für die Bürger gegenüber einer verantwortlichen Finanzpolitik stehen. Ralph Ritter und Bernhard Väth stellten in aller Klarheit die problematische Schuldenentwicklung der Stadt heraus, mit € 3240 Schulden pro Kopf liegt Alzenau hier auf mehr als dreifachem Niveau vergleichbarer Gemeinden in Bayern. Eine wesentliche Komponente des jährlichen Defizits sieht die PWG in den hohen Personalkosten im Verwaltungshaushalt, nachdem die Mitarbeiterzahl in Verwaltung und Stadtwerken über die letzten 10 Jahre von ca. 275 auf 400 angewachsen ist, ohne dass die Einwohnerzahl sich wesentlich vergrößert hätte. Eine Verschlankung und strikte Kostendisziplin sind daher unumgänglich. Die in der Diskussion von einem Bürgermeisterkandidaten erhobene Forderung nach einer Erhöhung von Gewerbe- und Grundsteuern als Ersatz für wirksame Kostensenkungen wird von der PWG klar abgelehnt.
Die PWG fordert gemeinsam getragene Maßnahmen aller Gruppierungen im Stadtrat, um wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
Im Mittelpunkt der Bürgerfragen standen dann auch mögliche Maßnahmen zur Förderung von Wirtschaftswachstum, Wohnungsbau, Kinderbetreuung, Verwaltungsverschlankung und Kostensenkungen. Alle Fragen wurden in einer weitgehend sachlichen Atmosphäre behandelt, nur gelegentlich unterbrochen durch aggressiv vorgetragene Kontra-Positionen von Teilnehmern der WBA-Liste, die jedoch sachlich eingefangen wurden und deren Tonalität den Unwillen etlicher Bürger nach sich zogen.
Der Moderator konnte zum Schluss eine sehr positive Bilanz des Dialogs ziehen, bedankte sich für die rege Teilnahme und bat um das Vertrauen der Wähler für die anstehende Stadtratswahl.